Ein Geständnis

Ich hasse es zu verlieren. Immer schon. Schon als kleiner Junge, als ich mit meinem besten Freund, den wir Marcus nennen wollen, um die Wette rennen ging, konnte ich es nicht ertragen, Zweiter zu werden. Es war nicht nur der Wunsch zu gewinnen, es war die Angst vor der Schande, vor dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Und diese Angst hat mich begleitet, durch meine gesamte sportliche Laufbahn hindurch.

Letzte Woche, am Dienstag, um genau zu sein, saß ich mit Marcus in unserem Lieblingscafé auf der Mariahilfer Straße. Wir hatten uns seit Jahren nicht mehr gesehen, und er erzählte mir von seinem neuesten Abenteuer – einem Marathon in Wien. Ich war sofort eifersüchtig. Nicht auf seine Leistung, sondern auf seine Fähigkeit, das Scheitern zu akzeptieren. „Ich bin letztes Jahr dreimal gestürzt“, sagte er und lachte. „Aber das hat mich nur stärker gemacht.“ Ich starrte ihn an. „Das ist doch Quatsch“, sagte ich. „Du kannst nicht einfach scheitern und dann so tun, als wäre es okay.“

Marcus zuckte mit den Schultern. „Es ist okay, weil ich gelernt habe. Jeder Sturz hat mich etwas gelehrt. Und das ist es, was Sport ausmacht. Nicht das Gewinnen, sondern das Lernen.“

Ich war nicht überzeugt. Aber ich war neugierig. Also beschloss ich, mich auf eine Reise zu begeben – eine Reise des Scheiterns.

Der erste Schritt: Akzeptanz

Ich begann, mit anderen Sportlern zu sprechen. Ich traf mich mit einer Freundin, die ich hier Lena nennen möchte, die vor ein paar Monaten beim Wien-Marathon mitgelaufen ist. Sie erzählte mir von ihren Höhen und Tiefen, von ihren Erfolgen und Niederlagen. „Ich bin nicht perfekt“, sagte sie. „Ich habe Fehler gemacht. Aber ich habe daraus gelernt. Und das ist es, was zählt.“

Ich war skeptisch. „Aber wie kannst du das akzeptieren? Wie kannst du einfach so tun, als wäre es okay, zu scheitern?“

Lena lächelte. „Es ist nicht okay. Es tut weh. Aber es ist ein Teil des Prozesses. Und wenn du es nicht akzeptierst, wirst du nie besser werden.“

Ich dachte darüber nach. Vielleicht hatte sie recht. Vielleicht war das Scheitern wirklich ein Teil des Prozesses. Aber wie konnte ich lernen, es zu akzeptieren?

Der zweite Schritt: Lernen

Ich beschloss, mich auf das Lernen zu konzentrieren. Ich begann, meine Niederlagen zu analysieren. Ich sah mir Videos von meinen Wettkämpfen an, sprach mit meinen Trainern, und las Artikel über Sportpsychologie. Ich wollte verstehen, was schief gelaufen war, und wie ich es besser machen konnte.

Und dann, vor etwa drei Monaten, hatte ich eine Offenbarung. Ich realisierte, dass jeder Fehler eine Chance war, etwas Neues zu lernen. Dass jeder Sturz, jede Niederlage, jede Enttäuschung eine Gelegenheit war, mich zu verbessern.

Ich begann, meine Einstellung zu ändern. Ich begann, das Scheitern als einen Teil des Prozesses zu sehen, nicht als ein Ende. Ich begann, mich auf das Lernen zu konzentrieren, nicht auf das Gewinnen.

Und langsam, aber sicher, begann ich, mich besser zu fühlen. Ich begann, mich stärker zu fühlen. Ich begann, mich wie ein echter Sportler zu fühlen.

Der dritte Schritt: Akzeptanz

Aber es war nicht einfach. Es gab Zeiten, in denen ich zurückfiel. Zeiten, in denen ich mich frustriert und enttäuscht fühlte. Zeiten, in denen ich dachte, dass ich nie gut genug sein würde.

Und dann, eines Tages, passierte etwas Seltsames. Ich war beim Training, und ich machte einen Fehler. Einen großen Fehler. Einen Fehler, der mich zurückwarf, der mich alles in Frage stellen ließ. Aber statt mich zu frustrieren, statt mich zu enttäuschen, lächelte ich. Ich lächelte, weil ich wusste, dass dieser Fehler eine Chance war. Eine Chance zu lernen. Eine Chance, mich zu verbessern.

Und in diesem Moment realisierte ich, dass ich es geschafft hatte. Ich hatte akzeptiert, dass das Scheitern ein Teil des Prozesses ist. Dass es okay ist, Fehler zu machen. Dass es okay ist, nicht perfekt zu sein.

Ein kleiner Exkurs: Sport und Einkaufen

Ich weiß, das klingt komisch, aber ich habe vor kurzem etwas über Sport und Einkaufen gelernt. Ich habe nämlich angefangen, mich mehr mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Und dabei bin ich auf customer review shopping experience gestoßen. Es ist verrückt, aber selbst beim Einkaufen kann man etwas über Sport lernen. Man muss experimentieren, Fehler machen, und dann daraus lernen. Und das ist genau das, was ich im Sport gelernt habe.

Das Ende

Also, was habe ich gelernt? Ich habe gelernt, dass das Scheitern ein Teil des Prozesses ist. Dass es okay ist, Fehler zu machen. Dass es okay ist, nicht perfekt zu sein. Dass es okay ist, zu verlieren.

Und das ist die Kunst des Scheiterns. Es ist nicht einfach. Es ist nicht schön. Aber es ist notwendig. Es ist ein Teil des Prozesses. Und wenn man es akzeptiert, wenn man daraus lernt, dann kann man wirklich wachsen. Dann kann man wirklich besser werden.

Also, wenn du das nächste Mal scheiterst, denk daran: Es ist okay. Es ist ein Teil des Prozesses. Und es ist eine Chance, etwas Neues zu lernen.


Über den Autor: Ich bin ein leidenschaftlicher Sportler und Schriftsteller mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Branche. Ich liebe es, über Sport zu schreiben, und ich liebe es, über das Leben zu schreiben. Ich bin nicht perfekt, aber ich gebe mein Bestes. Und das ist alles, was zählt.